Autos sind aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Auto-Berufe spielen daher heute und in Zukunft eine wichtige Rolle; sie werden nicht "unmodern", dafür sorgt schon der technische Fortschritt. Und auch die modernsten Motor-Diagnosegeräte können den Fachmann, der sie benutzt und danach die "Therapie" - also die Reparatur - vornimmt, nicht ersetzen. Nehmen wir ein weiteres Beispiel aus dem Kundendienstbereich: Hier entscheidet sich, ob der Kunde mit seinem Fahrzeug zufrieden ist. Es reicht nicht, wenn ein Auto modern und sparsam, geräumig und gut ausgestattet ist. Es muss funktionieren, und zwar auch nach über 100.000 Kilometern. Kundenumfragen haben ergeben, dass das schnelle Erkennen und Beseitigen eines Fehlers von besonderer Wichtigkeit ist. Dafür und für den Werterhalt, die Sicherheit und nicht zuletzt den Umweltschutz ist der Kundendienst verantwortlich.
Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung auch rund um die Autoberufe wurden die Ausbildungsberufe neu geordnet. Neben dem Automobilkaufmann/der Automobilkauffrau gibt es drei gewerbliche Ausbildungsberufe. Übrigens bieten diese Berufe auch für Frauen interessante Perspektiven.
Kraftfahrzeuge mit neuen Techniken und umfangreich vernetzten mechanisch-elektronischen Fahrzeugsystemen verlangen keine Trennung mehr zwischen Kfz-Mechanik und Kfz-Elektrik. Diagnosearbeiten, Systemanalyse, mobile Kommunikation und Telematik stehen im Vordergrund. Fast alle Funktionen der verbundenen Komponenten werden elektronisch kontrolliert und eventuelle Fehler mit Computern über Diagnoseschnittstellen ausgelesen. Aufgrund der kontinuierlich fortlaufenden technischen Weiterentwicklung der Kraftfahrzeuge und deren Systeme ist der neue Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker/in entstanden. Im Mittelpunkt des neuen eigenständigen Ausbildungsberufes Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik steht die Karosseriereparatur in Verbindung mit der Anwendung neuer Verbindungstechniken, der Einsatz unterschiedlicher Fügeverfahren sowie computergestützte Mess- und Rückformtechnik. Der/die Zweiradmechaniker/in schließlich ist zuständig für Fahr– und Motorräder.
Für den Automobilkaufmann/kauffrau gibt es viel zu tun: Der Verkauf von Fahrzeugen, das Ersatzteilwesen, die zahlenmäßige Erfassung des gesamten Betriebes sowie die Kundenbetreuung, insbesondere im Bereich von Versicherungen und Finanzierungen, machen diesen Beruf unentbehrlich.