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Handwerk bildet deutlich mehr Auszubildende aus

04.01.2012 12:15 von Rainer Wilkens

Betriebe bieten fast 2.000 jungen Menschen berufliche Perspektiven

Cloppenburg – Die Handwerksbetriebe im Landkreis Cloppenburg bilden deutlich mehr Auszubildende als im Vorjahr aus. Im Cloppenburger Handwerk werden zurzeit 1949 Auszubildende in über 40 Berufen bzw. Berufszweigen ausgebildet. Dies ist eine Steigerung der Lehrlingszahlen im Vergleich zum Vorjahr um über 6 Prozent. Den größten Zuwachs verzeichnen die Maurer mit 28 und die Tischler mit 18 Prozent. Rückläufig waren die Zahlen vor allem bei den Fachverkäuferinnen im Fleischer-Handwerk.

Ein Grund für die positive Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt ist vor allem die gute wirtschaftliche Situation des Handwerks im Landkreis Cloppenburg. Angesichts des dadurch steigenden Fachkräftebedarfs und des demografiebedingten Rückgangs der Bewerberzahlen setzen Handwerksbetriebe verstärkt auf die nachhaltige Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die Zahlen belegen gleichzeitig die besondere Attraktivität einer Ausbildung im Handwerk. „Diese Entwicklung freut uns. Zeigt sich doch, dass gerade in unserem Landkreis das Handwerk im Wettbewerb um die besten Köpfe gut aufgestellt ist.“ erläutert Maria Zurwellen von der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg. Aufgrund der vielen Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben weiß Maria Zurwellen auch, dass sich zum Beispiel für junge Frauen in gewerblich-technischen Berufen noch gute Möglichkeiten einer Ausbildung bieten.

Die Kreishandwerkerschaft hat die Unterstützung der Innungsbetriebe bei der Fach- und Führungskräftesicherung seit gut einem Jahr zum zentralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie gemacht. „Die Präsentation der vielfältigen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten des Handwerk über die bundesweite Imagekampagne, die verstärkte Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen oder die passgenaue Unterstützung der Betriebe bei der Auswahl von Ausbildungsbewerbern sind nur einige Ansatzpunkte dieser Strategie, die inzwischen Wirkung zeigen“ fasst Dr. Michael Hoffschroer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft abschließend zusammen.

Foto: Maria Zurwellen und rechts Geschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer

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