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Artikel vom 28.07.2021 | zurück zur Übersicht

BIBB-Präsident Esser: "Mit Aufstiegsfortbildungen leistungsstarke Fachkräfte an das Unternehmen binden"

Nicht nur neue Technologien und Verfahren sonderen auch neue Aufgaben im Unternehmen erschließen sich über die "Höherqualifizierende Berufsbildung"
Nicht nur neue Technologien und Verfahren sonderen auch neue Aufgaben im Unternehmen erschließen sich über die "Höherqualifizierende Berufsbildung"

In wenigen Tagen beziehungsweise Wochen starten viele Jugendliche und junge Erwach­sene ihre berufliche Karriere, indem sie eine duale Berufsausbildung beginnen. Sie beschreiten damit einen Karrierepfad, der vielfältige und attraktive Aufstiegs­möglichkeiten sowie spannende Perspektiven für eine berufliche Weiterentwicklung bietet.

Das Schwerpunktkapitel des diesjährigen Datenreports des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt überblicksartig die Vielfalt dieser beruflichen Karrierewege auf und präsentiert aktuelle Daten, Sonderauswertungen sowie aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema "Höherqualifizierende Berufsbildung - Wege des beruflichen Aufstiegs". 

Mit über 150.000 Absolventinnen und Absolventen im Jahr 2019 ist die Fortbildung zu Aufstiegszwecken eine feste Größe im deutschen Bildungssystem. Die beiden Haupt­wege des geregelten beruflichen Aufstiegs sind die bundesrechtlich nach Berufsbildungs­gesetz und Handwerksordnung geregelte höherqualifizierende Berufsbildung und die Bildungs­gänge der Fachschulen und -akademien nach Landesrecht.

Insbesondere im Handwerk hat die Fortbildung zum Meister/zur Meisterin einen hohen Stellenwert. Hier wird zudem seit längerem ein Schwerpunkt auf die Schaffung von Laufbahnkonzepten gelegt - sowohl im Bereich der Berufsbildung selbst als auch in Verbindung mit dem Hochschulbereich, zum Beispiel in Form von trialen Studiengängen, die eine berufliche Ausbildung, den Meisterabschluss und ein Bachelor-Studium kombinieren.

Auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen bietet die höherqualifizierende Berufsbildung attraktive Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung. So steht zum Beispiel das dreistufige IT-Weiterbildungssystem aktuell vor einer Novellierung.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser: "Das duale System der Berufsausbildung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur gesellschaftlichen Integration junger Menschen in Deutschland. Die vielfältigen und attraktiven Angebote der höherqualifizierenden Berufsbildung bieten den Fachkräften die Perspektive, in Fach- und Führungspositionen aufzusteigen oder sich - zum Beispiel als Meister beziehungsweise Meisterin - im Handwerk selbstständig zu machen. Die höherqualifizierende Berufsbildung steht dabei gleichwertig neben der Hochschulbildung. Dies wird durch die Zuordnung mittlerweile vieler Fortbildungsabschlüsse zu den Niveaus 6 und 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens deutlich, denen auch die hochschulischen Bachelor- und Masterabschlüsse zugeordnet sind. Und auch für die Betriebe ist die Förderung beruflicher Aufstiegsfortbildungen attraktiv. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, leistungsstarke Fachkräfte berufsbegleitend zu Führungskräften weiterzuentwickeln und sie auf diese Weise an das Unternehmen zu binden."

Der BIBB-Datenreport 2021 kann als vorläufige Fassung im PDF-Format unter www.bibb.de/datenreport-2021 kostenlos heruntergeladen werden. Das Schwerpunktthema "Höherqualifizierende Berufsbildung - Wege des beruflichen Aufstiegs" beleuchtet neben den nationalen Perspektiven auch internationale Aspekte. Die Print-Version des BIBB-Datenreports 2021 wird voraussichtlich Ende August zur Verfügung stehen.

 

Foto: amh-online.de

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