Integration durch Qualifizierung und Beschäftigung

Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern durch Qualifizierung und Beschäftigung

Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern durch Qualifizierung und Beschäftigung

Auch die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg befasst sich intensiv mit den Folgen der aktuellen Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in den Landkreis Cloppenburg.

Angesichts der positiven Integrationserfahrungen, insbesondere auch nach dem Zerfall der UdSSR Anfang der 1990er Jahre und des zunehmenden Fachkräftebedarf in der Region, wollen wir die Chancen nutzen, die uns der Zuzug von überwiegend jungen Menschen bietet.

Dabei sind Qualifizierung und Beschäftigung für uns der Schlüssel zum Erfolg!

Die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg hat sich bereits im Sommer 2015 öffentlich zu ihrer Verantwortung bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern als Interessenvertretung der Gesellschaftsgruppe Handwerk bekannt. Seit dem Herbst 2015 sind wir in verschiedenen Bereichen aktiv geworden, um einen Beitrag zu dieser Frage zu leisten.

Projekte, bisherige Erfahrungen

„Das Programm „Passgenaue Besetzung – Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.“

Bei unserer Befassung mit dem Thema konnten wir auf die o. g. positiven Integrationserfahrungen und auf unsere Arbeit im Projekt Passgenaue Besetzung Oldenburger Münsterland zurückgreifen. Insbesondere die Beraterinnen der Passgenauen Besetzung sind seit mehreren Jahren bereits aktiv in die Vermittlung von Migrantinnen und Migranten in Ausbildung befasst.

Außerdem haben wir uns an dem Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA) des Niedersächsischen Handwerks beteiligt. Im Rahmen des Projektes konnten ab dem 1. November 2015 Asylsuchende und Flüchtlinge in allen sechs niedersächsischen Kammerbezirken auf Handwerksausbildungen im Ausbildungsjahr 2016/2017 vorbereitet werden. Die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg hatte seinerzeit 15 Plätze für die entsprechende Potenzialanalyse und Grundlagenqualifizierung zur Verfügung gestellt und mehrere Bewerber erfolgreich in den Ausbildung- und Arbeitsmarkt bzw. weiterführende Qualifizierungen vermittelt.

Das Projekt IHAFA wurde gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen.

Aufgrund der Komplexität des Themas haben wir bis zum 31.12.2018 interessierten Betrieben und Organisationen eine persönliche Unterstützung und Beratung über eine Willkommenslotsin zu diesem Thema anbieten können. Aufgrund interner Umstrukturierungen ist das Projekt in Cloppenburg nun aber ausgelaufen.

Unser Angebot

Dennoch stehen wir Betrieben und Organisationen selbstverständlich weiterhin bei allen Fragen rund um die Integration von Personen mit Zuwanderungsgeschichte gern mit Rat und Tat zu Seite.

  • Weiterhin unertstützen wir Betriebe bei der Schaffung einer offenen Willkommenskultur:
  • Unternehmen werden von uns weiterhin dazu ermutigt, freie Stellen oder Praktikumsplätze auch mit Flüchtlingen zu besetzen.
  • Selbstverständlich informieren wir weiterhin, wie Flüchtlinge erfolgreich in den Betrieb integriert werden können und unterstützen die Unternehmen bei entsprechenden Maßnahmen.
  • Und ebenso werden wir weiterhin daran arbeiten, das Beschäftigungspotenziale von Flüchtlingen besser zu erschließen  und damit einen wichtigen Beitrag gegen den demografisch bedingten Fachkräftemangel zu leisten.

Des Weiteren arbeiten wir eng mit regionalen Integrationsgruppen und –projekten zusammen. Hierüber konnten u. a. Besuche und berufspraktische Erprobungen im Bildungszentrum Handwerk ermöglicht werden. Bei Interesse an einer entsprechenden Zusammenarbeit können sich haupt- und ehrenamtliche Integrationshelfer gern an die Kreishandwerkerschaft wenden.

Mit mehreren Partnern setzen wir auch ein von den lokalen Rotary-Clubs initiiertes Projekt um. Durch die Erstellung von Schulungsprogrammen zur individuellen Förderung, das Aufzeigen von Berufsbildern und –möglichkeiten, durch Firmenbesuche und Schnupper- und Berufspraktika sollen anerkannte junge Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung vermittelt werden. Ebenso sollen Schulen, Unternehmen und Institutionen für die Integration intensiver zusammengebracht werden.

Zentrale Beratungsstelle „Ausländer*innen und Fachkräftesicherung“

Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V. bietet mit finanzieller Unterstützung des Nds. Wirtschaftsministerium Unternehmen und anderen Interessierten Informationen rund um das Thema „Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen" an.

Das Informationsangebot umfasst nicht nur Fragen, die bei der Beschäftigung von geflüchteten Menschen entstehen, sondern greift Themen auf, die im Zusammenhang mit der Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern, die nicht aus der EU kommen, von Bedeutung sind.

Sie erreichen die Beratungsstelle über die Internetseite.