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Artikel vom 04.02.2016 | zurück zur Übersicht

Neues Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber

Neues Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber

„Das Projekt hat das Potenzial einer echten Win-Win-Situation. Mit der Förderung des ‚Integrationsprojektes Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)‘ leisten wir im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen einen gezielten Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses im niedersächsischen Handwerk. Zugleich starten wir einen neuen Baustein unserer Arbeitsmarktförderung für Asylbewerberinnen, Asylbewerber und Flüchtlinge.“ Mit diesen Worten gab Wirtschaftsminister Olaf Lies vor Kurzem den Startschuss für das neue Integrationsprojek Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber, das von Land, Handwerksorganisation, Bundesagentur für Arbeit und den Landkreisen finanziert wird.

Das Handwerk wird dazu beitragen, Flüchtlingen die Integration in Deutschland zu erleichtern. Eine betriebliche Berufsausbildung ist hierzu ein wichtiger Schritt. Viele geflüchtete junge Menschen bringen die benötigten Talente mit. Sie besitzen die aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen und sind sehr motiviert, sich in das Arbeitsleben zu integrieren. Gleichzeitig kann die Zahl der unbesetzten Lehrstellen verringert und somit dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnet werden. Im Rahmen des „Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ (IHAFA) unterstützen u. a. die Handwerkskammer Oldenburg und die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg die Beteiligten auf diesem Weg.

Und so funktioniert das Projekt: Im Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg findet im Mai 2016 zunächst eine dreiwöchige Kompetenzfeststellung statt, in der wir die Eignung für eine handwerkliche Ausbildung überprüfen. Danach absolvieren die Teilnehmer in Betrieben ein fünfwöchiges Praktikum. Während dieser Zeit gehen die Flüchtlinge weiter einmal pro Woche in die Bildungszentren, um das nötige Rüstzeug für die anvisierte Ausbildung zu bekommen und Sprachbarrieren abzubauen.

Betriebe, die sich vorstellen könnten, im Frühsommer2016 im Rahmen des Projektes IHAFA einen oder mehrere Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen, sollten schon jetzt Kontakt zur Handwerkskammer oder Kreishandwerkerschaft aufnehmen!

Denn bereits seit enigen Tagen unterstützt der Integrationsberater der Handwerkskammer Hussein Kerri (Tel. 0441 232-240; E-Mail kerri@hwk-oldenburg.de) Betriebe sowie Asylbewerber und Flüchtlinge bei Fragen zur Ausbildung und Beschäftigung.

Ebenso steht Sigrid Tebben (Tel. 04471/179-20; E-Mail: s.tebben@handwerk-cloppenburg.de) bei der Kreishandwerkerschaft als Ansprechpartnerin für erste Fragen zu diesem Handlungsfeld zur Verfügung. Weitere Informationen über das Engagement der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg finden Sie auch auf unserer Internetseite: www.handwerk-cloppenburg.de/projekte/integration.php

Auch auf der Internetseite der Handwerkskammer Oldenburg finden Interessierte und Betroffene hilfreiche Tipps: www.hwk-oldenburg.de/ausbildung/fluechtlinge/

Das Projekt IHAFA wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen.