Fit für die Zukunft: sowohl in einer handwerklichen Ausbildung als auch in der Sprache. Darauf bereitet das Projekt „BOF“ junge Zugewanderte auf die duale Ausbildung im Handwerk vor.
In dem Projekt „Berufliche Orientierung für Zugewanderte“ (kurz: BOF) werden Geflüchtete im Rahmen einer intensiven Betreuung fit für den Start ins Handwerk gemacht. Die Orientierung dient den Nachwuchskräften als Einstieg in die Karriere und soll eine Chance bieten, dem Fachkräftemangel durch die Qualifizierung Geflüchteter entgegenzuwirken.
Der Ablauf des Projektes ist klar strukturiert. Nicht mehr schulpflichtige Zugewanderte mit Unterstützungsbedarf werden in Lehrwerkstätten, Praxisräumen und Betrieben an eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung herangeführt.
In dem Projekt werden die Grundsteine für die berufliche Zukunft gelegt: in Kooperation mit der VHS Cloppenburg durchlaufen die Teilnehmenden einen mehrwöchigen Sprachkurs. Die ersten praktischen Erfahrungen werden in den Lehrwerkstätten der Kreishandwerkerschaft geschaffen. Unterrichtet werden hier die Berufe Friseur/-in und Kosmetiker/-in sowie und Metallbauer/-in und Feinwerkmechaniker/-in.
Im zweiten Teil der Praxisphase werden die Teilnehmenden die Handwerksberufe in den Betrieben vor Ort kennenlernen, um in insgesamt 4 Wochen das Erlernte in einem Arbeitsalltag anwenden zu können.
Die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg erhofft sich großes Potential von dem Projekt für das Entgegenwirken des Nachwuchskräftemangels.
„Zuwanderung ist ein wichtiger Mosaikstein, um den Fachkräftemangel einzudämmen. Im Handwerk ist es nicht wichtig, wo du herkommst, sondern wo du hinwillst. Jeder kann sich seine eigene Karriereleiter bauen und das Handwerk zeigt seither, dass wir Zuwanderer sehr gut integrieren und ausbilden können“ erklärt Geschäftsführer Dennis Makselon zuversichtlich.
Aktuell gibt es noch offene Plätze für Geflüchtete. Eine Anmeldung zum Projekt kann über die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg oder die VHS Cloppenburg erfolgen.
Ansprechpartnerin VHS: Gabriela Pollmann telefonisch unter 04471 946918
Ansprechpartnerin KH: Michaela Rape telefonisch unter 04471 17922
Das Projekt wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
